Delegationsleiter Christoph Menges war überaus zufrieden: „Wir haben wieder sehr gute Leistungen gezeigt. Mich hat keiner unserer SportlerInnen enttäuscht. Im Gegenteil – mit etwas Glück hätten wir auch noch mehr holen können. Bei den Damen hat nur Anni Zhan das Hauptfeld nicht erreicht. Und das war wirklich Pech. Und bei den Herren waren Daniel Halcour und Thomas Pellny ganz dicht dran am Erreichen der Hauptrunde. Am Ende war es dann ein ganzer und ein „halber“ Titel sowie ein dritter Platz. Das passt!“

Anders als in den vergangenen Jahren fuhr nur ein relativ kleiner Tross zu den Deutschen Tischtennismeisterschaften. Trotzdem war Berlin wieder einmal die Reise wert. Den Titel im Herren-Einzel holte sich mit Timo Boll ein „Düsseldorfer“. Im Doppel konnte der Bergneustädter Bendedikt Duda an der Seite des Baden-Württembergers  Dang Qiu den Titel gewinnen. Einen dritten Platz belegte das reine WTTV-Doppel Erik Bottroff (Dortmund) und Lennart Wehking (Köln).

Dritter Platz für Wehking/Bottroff (Foto: Jörg Fuhrmann)Dritter Platz für Wehking/Bottroff (Foto: Jörg Fuhrmann)

Bei den Damen war der WTTV mit drei Spielerinnen der Schülerinnen- bzw. Mädchen-Klasse vertreten. Besonders zu überzeugen wusste Qian Wan, die souverän ihre Gruppe gewann und erst im Achtelfinale mit 1:4 an der späteren Siegerin Ying Han scheiterte. Dabei ließ sie nicht nur einmal die Nr. 12 der Welt richtig schlecht aussehen. Leonie Berger musste bereits in der ersten Runde gegen die vielfache Nationalspielerin Sabine Winter antreten. Die 0:4-Niederlage lässt nicht erkennen, wie schwer es das junge Talent der Favoritin teilweise machte. Ein Satzgewinn wäre sicherlich verdient gewesen. Miriam Jongen hatte nicht ihren besten Tag erwischt. Sie unterlag der Erstligaspielerin Jessica Göbel deutlich mit 0:4. Den einen oder anderen Satz hatte man ihr durchaus zugetraut.

Zufrieden mit ihren Leistungen: Anni, Leonie und Qian (Foto: Richard Stüwe)Zufrieden mit ihren Leistungen: Anni, Leonie und Qian (Foto: Richard Stüwe)

Erik Bottroff hatte das Pech im Achtelfinale auf einen glänzend aufgelegten Dang Qiu zu treffen. Er unterlag klar mit 0:4. Qiu machte in der darauffolgenden Runde dann dem Weltranglistenersten Timo Boll das Leben schwer und gab sich erst im Entscheidungssatz mit 3:4 geschlagen. Auch Duda und Wehking konnten bei ihren Niederlagen gegen Franziska und Steger keinen Satz gewinnen. Zumindest von Duda hatte man ein wenig mehr erwartet. Doch Franziska, den er erst ein einziges Mal bezwingen konnte, liegt ihm einfach nicht.

Im Achtelfinale war Schluss für Erik Bottroff (Foto: Jörg Fuhrmann)Im Achtelfinale war Schluss für Erik Bottroff (Foto: Jörg Fuhrmann)

Die Geschichte des Damen-Doppels ist schnell erzählt. Nur Jongen erreichte gemeinsam mit Marie-Sophie Wiegand die zweite Runde. Alle übrigen Starterinnen mussten bereits im ersten Spiel die Segel streichen. Die Herren zogen dagegen allesamt zumindest in das Achtelfinale ein. Am Ende waren ein „halber“ Titel und ein dritter Rang die Ausbeute.

Wehking/Bottroff (Foto Richard Stüwe)Wehking/Bottroff (Foto Richard Stüwe)

Welches Fazit kann man nach den drei Wettkampf-Tagen ziehen? Die sportlichen Leistungen waren gut, das Ambiente in der 50er-Jahre-Halle dagegen sehr mäßig. Die schwache Zuschauerbeteiligung wunderte in diesem Rahmen kaum. Es ist sicherlich nicht leicht für den DTTB einen bezahlbaren und zugleich würdigen Rahmen für das nationale Top-Turnier zu finden. Doch mit einem solchen Niveau tut man dem Tischtennissport sicherlich keinen Gefallen. Das kann, das muss wieder besser werden.

Bericht: Richard Stüwe

Fotos:
Jörg Fuhrmann
Richard Stüwe

 

 

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